Ladezeit als Rankingfaktor
Google hat vor einiger Zeit damit angefangen, die Ladezeit einer Webseite in die Rankingfaktoren zu integrieren. An sich eine gute Sache, denn eine schnell ladende Seite erweckt beim Besucher ein zufriedeneres Gefühl. Und wenn die Seiten auf den vorderen SERP’s schnell laden, fällt dieses “gute Gefühl” auch auf das Suchergebnis und die Suchmaschine zurück. Also: mit Google habe ich dann ein gutes Gefühl.
Welche Möglichkeiten habe ich eigentlich als Seitenbetreiber oder Suchmaschinenoptimierer um die Ladezeiten zu kontrollieren?
Im Internet gibt es verschiedene Tools die man zum Messen der tatsächlichen Ladezeit einer Seite nutzen kann. Zwei davon werde ich euch heute vorstellen.
Pingdom
Pingdom bietet einem direkt zwei Funktionen. Zum ersten wird die Ladezeit insgesamt und dann wird auch die Ladezeit pro Seitenelement gemessen. So kann man sehr gut die Flaschenhälse einer Seite feststellen und dann gegebenfalls zu große Bilder, JS- oder CSS-Dateien optimieren oder einfach die Anzahl der Elemente reduzieren.
Gerade wenn man ein fertiges Theme oder Template benutzt, kann ein Blick in Pingdom schon ernüchternd sein:
Nicht selten werden mehr als 100 Elemente geladen. Dabei kommt nicht alles von der Webseite selber: Javascript, CSS-Dateien und Bilder können auch von Google (Analytics, Adsense und Co.), Facebook (Like Button, Facepile etc.) und anderen Anbietern stammen.
Auch wenn diese Daten von anderen Servern geladen werden, beeinträchtigt dass die Gesamtladezeit der eigenen Seite.
Wenn man mit Pingdom die einzelnen Elemente durchgeht, wird sich sicher das ein oder andere finden lassen, dass man zur Ladezeitoptimierung entfernen kann.
Loads.in
Loads.in zeigt ebenfalls, wie es der Name schon suggeriert, in welcher Zeit eine Seite lädt. Im Gegensatz zu Pingdom werden hier nicht die einzelnen Elemente einer Seite angezeigt, loads.in glänzt dafür mit einem anderen Feature: Was sieht der Surfer nach welcher Zeit. Konkret sieht das so aus:
Man kann also erkennen, dass der Benutzer erst (oder schon) nach 2,79 Sekunden genug Inhalte erkennen kann, um mit der Seite etwas anfangen zu können. In den Sekunden danach werden nur noch Elemente geladen, die das Surferlebnis des Benutzers nicht beeinflussen und zumindest aus dieser Sichtweise ignoriert werden könnten.
Loads.in bietet daneben noch diverse Einstellungen, so kann man noch das Land und den Browser für die Darstellung wählen und so noch Unterschiede finden.
Fazit
Da Google, und die anderen Suchmaschinen werden dem folgen, immer mehr Wert auf schnelle Webseiten legt, wird die Geschwindigkeit einer Webseite auch immer mehr in den Analyse- und Aufgabenbereich der Suchmaschinenoptimierer fallen. Damit man da dann weiß was zu tun ist, sollte man die richtigen Werkzeuge kennen und anwenden.
Übrigens nimmt Google das oben angesprochene “gute Gefühl” sehr ernst. So ernst, dass die Suchergebnisse auf den ersten Plätzen schon im Voraus geladen werden, damit diese schneller angezeigt werden können (im Chrome Browser). Quelle: http://www.silicon.de/
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